„Einzigartig“ - das prägende Leitwort einer gemeinsamen Gebetswoche

Miteinander Beten, als Christen zusammenstehen und den ökumenischen Dialog weiter vertiefen – ein Anliegen der christlichen Konfessionen auch in Friedrichroda.

Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums. Auch die diesjährige Internationale Gebetswoche der evangelischen Allianz widmete sich in dieser Woche Luthers vierfachem „Allein“: Christus allein, die Bibel allein, die Gnade allein, der Glaube allein.

Das viermalige „Allein“ stellt den einzigartigen Charakter der Erlösung durch Jesus Christus vor Augen. „Einzigartig“ war deshalb das prägende Leitwort dieser Gebetswoche.

Dankbar haben wir als neuapostolische Christen die Einladung der ortsansässigen evangelischen Kirchen angenommen und uns an dieser ökumenischen Gebetswoche beteiligt. Insbesondere standen evangelische und neuapostolische Christen in einem zunehmend glaubensfernen Umfeld zusammen, um gemeinsame christliche Werte zu bezeugen und eine gute und vorurteilsfreie Nachbarschaft unter Christen ohne Aufgabe des jeweiligen eigenen Profils im Sinne einer „versöhnten Verschiedenheit“ zu pflegen.

Gebetsandachten im Rathaus der Stadt Friedrichroda und im städtischen Krankenhaus luden ein zum Nachdenken, zur Gemeinschaft und zum Miteinander Beten.

Erstmals fand im kürzlich modernisierten Gemeindezentrum eine Gebetsandacht mit unseren Geschwistern und anderen christlichen Konfessionen statt.

Bezirksältester i.R. Voigt führte durch die Andacht „Die Bibel allein – Gottes Stimme in der Welt“, die mit ca. 50 Christen recht gut besucht war. Die Lesung des Bibeltextes „Vom Sämann“ (Luk8, 4-8) war das Fundament für viele Impulse und Gedanken an diesem Samstagnachmittag. Eine Lesung des Bibelgebetes aus Apostelgeschichte 4, 24-30 sowie gemeinsam gesungene Lieder brachten die Anwesenden in eine nachdenkliche und andächtige Stimmung.

Ein tiefgreifendes, emotionales „Unser Vater“, gefolgt von einem freien Gebet, an dem sich jeder, der das Bedürfnis hatte, beteiligen konnte, sowie die abschließende Segenspendung (2.Korinther 13,13) erfüllten mit Dank und Hoffnung für die Zukunft und bildeten ein Zeichen der Verbundenheit und Zusammengehörigkeit aller Christen. Am Ende des Nachmittags waren sich die Teilnehmer einig, dass die Begegnungen und Gebete ein Segen für die Christen sein mögen, aber auch ein Segen für alle Menschen der Stadt Friedrichroda. Künftig wollen wir unser christliches Engagement in die Ökumene einbringen. Auf einer Basis des gegenseitigen Vertrauens und der Offenheit soll der ökumenische Dialog weiter vertieft werden. Der Glaube an das Evangelium Jesu Christi soll Orientierung an christlichen Werten sein, vor allem geprägt von der Liebe zu Gott und dem Nächsten.

In anschließenden Gesprächen wurden schöne Gedanken ausgetauscht und zukünftige Impulse für den weiteren ökumenischen Dialog angeregt.