„So etwas habe ich noch nicht erlebt!“

Diesen Satz sagte Apostel Rolf Wosnitzka, als er am 3. Advent einen Gottesdienst in Friedrichroda durchführte, zu dem auch die Geschwister der Nachbargemeinde Tambach-Dietharz eingeladen waren. Grund dafür war die Tatsache, dass an diesem Tag gleich drei Paare den Segen zur goldenen Hochzeit empfingen.

Als Grundlage für den Gottesdienst verwendete der Apostel das Bibelwort Jesaja 9, 1:

„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“

Er zeigte auf, das Gott dieses Trostwort seinem damaligen Volk gab, in schwierigste Verhältnisse hinein. Es war eine dunkle Zeit, geprägt durch innere und äußere Bedrängnisse, durch drohende Gefangenschaft und vor allem durch die Sünde. Dort hinein gab Gott diesen wunderbaren Lichtblick, hinweisend auf die Geburt des Erlösers.

Der Blick wurde ebenfalls auf unsere heutigen Zeitverhältnisse gelenkt, die geprägt sind von großem Unglauben und Sünde in nie dagewesenem Ausmaß. Auch in diese Dunkelheit hinein schickt Gott sein Licht der Erkenntnis und verweist so auf den wiederkommenden Christus. Wer auf dieses Licht schaut, geht nicht in die Irre.

Bezirksältester Dietmar Voigt unterstrich in seinem Predigtbeitrag die Ausführungen des Apostels und verwies auf standhafte Glaubenspersönlichkeiten, wie den Theologen Dietrich Bonhoeffer, die, trotz auswegloser Situation, im standhaften Glauben blieben und in deren Herzen das Licht von oben großen Frieden und Zufriedenheit bewirkte.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahles spendete der Apostel zwei Kleinkindern das Sakrament der Heiligen Geistestaufe und verwies insbesondere auf das Licht, welches Gott nun in sie hineinlegt.

Nach der Abendmahlsfeier empfingen drei Goldpaare, zwei Ruhestandsvorsteher und ein Priester im Ruhestand mit ihren Frauen, den Segen zu ihrem Jubiläum und durften die Worte hören: „Ihr seid – alle sechs – Sieger und Gewinner!“

Im Anschluss daran dankte der Apostel noch zwei bewährten Diakonen für ihre Treue und Beständigkeit im Amtsauftrag, für ihre Liebe zu den Geschwistern und versetzte sie in den Ruhestand.

Dieser Gottesdienst geht als ein besonderes Ereignis in die Chronik der Gemeinde Friedrichroda ein.

R.M./H.S.